Gestern, Vorgestern, naja jedenfalls am 08.02.2010 fand der 44. Superbowl statt. Superbowl ist für die Menschen des nordamerikanischen Kontinents das Wetten Dass..? der 90er in Deutschland oder das Endspiel der EM für Fussballfans in Deutschland, nur das man drumherum alles mitgenießt, heißt: Werbespots, Show- und Gesangseinlagen und und und. Ich hab mir das Spektakel in einer chinesischen Sportsbar angeschaut und dafür gallt es morgens um 5:50 Uhr aufzustehen. Klar!
Es hat sich gelohnt – ich verstehe die Footballregeln halbwegs, die amerikanischen Werbespots die wir sahen waren grandios, denn über dreiviertel sahen wir dann auf einem chinesischen Sender in bescheidener Qualität. Jetzt bin ich ein Superbowl Longshirt, Armband und LED-Licht (mit projezierendem Helm) reicher und es hat eine Menge Spaß gemacht.

Manchmal scheinen mir in China Kleinigkeiten zu fehlen, zur Weihnachtszeit, war es bis auf den Weihnachtsabend, ein wenig die Weihnachtsstimmung und über die gesamte Zeit ist es irgenetwas für meine Muskeln und Knochen – ich habe keine Ahnung was da fehlt – alles knackt, krampft und macht Geräusche. Neulich Nackenstarre und Schmerzen und seit gestern meine linke Schulter mit Dauerschmerz – auch Paracetamol und warme Umschläge helfen bisher nicht. Wahrscheinlich fehlt mir irgendwas im Essen – weiß jemand was? Oder ist es zu kalt oder doch zu wenig Sport? Fragen über Fragen…

Apropos Weihnachtszeit. Es gibt schönere Gefühle als von der eigentlich nie klingelnden Haustür geweckt zu werden, wenn dann aber der Postbote mit einem Päckchen aus Deutschland vor der Tür steht ist alles vergessen, nein tausendfach besser. Ich habe mein erstes Paket aus deutschen Landen bekommen. Vielen lieben Dank Mireille und Maik – leider ist Weihnachten jetzt schon eine Weile her, aber ich freue mich riesig über die Naschereien und Kleinigkeiten, ich kann ja ruhig später Weihnachtsstimmung aufkommen lassen, denn auch chinesisch Neujahr wird ja erst in über einer Woche begangen. Danke!

In letzter Zeit war ich dann noch damit beschäftigt meinen CV (Curriculum Vitae) zu schreiben – das ist de facto der englische Lebenslauf – musste ich mir aus dem Gedächtnis zusammenrufen, denn digitale Kopien hab ich vor Abreise nicht gemacht und die deutsche Version liegt in einem Ordner in Deutschland. Jetzt ist der CV fast fertig, er unterliegt nur noch einer Rechtschreibkontrolle durch “native speakers” und dann darf noch ein bisschen neben dem Studium gearbeitet werden.

Einen Haarschnitt habe ich auch wieder, der kleine Friseurladen war nett, die Mädels auch, ich seh jetzt wieder besser aus, bin 3 Euro ärmer, 2 Telefonnummern reicher und schöner.

Da werd ich mich mal wieder daran machen die Welt mit Informationen zu versorgen und meinem Daily Business nachzugehen – wie immer – kann man hier auch nochmal als Film anschauen (Danke Linda für’s Finden).

Entschuldigung das es mit dem Schreiben etwas langsam voran geht, es wiederholen sich viele Abläufe und es gibt recht wenig zu meckern – sich aufzuregen ist besonders leicht und dann purzeln die Blogeinträge noch und nöcher.
Das nächste mal schreibe ich von meinen Alltagsferienbeschäftigungen – die sind irgendwie wenig Chinesisch.

Passt auf euch auf!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.