Ich hab überhaupt keine Stiefel mit in China und in Deutschland besitze ich auch nur noch die der Bundeswehr und wenn ich nicht eine Onlinenachricht bekommen hätte (Danke! Mum II), hätte ich nicht wirklich erfahren das heute der Tag ist, an dem der bärtige Mann, in Chinas und meiner Lieblingsfarbe, stinkende Fußkleider mit Süßigkeiten füllt. Ich erinnere mich da auch, ich habe mal mit meiner Schwester die Schuhe meines Vaters mit einer Flasche aus seinem Bierkasten gefüllt – Kreativität war noch nie meine Schwäche.

Gestern ist dann der einwöchige Besuch aus Deutschland abgereist (es war mega: Ditz, Heffi und Seidel) und jetzt kehren wieder alkoholärmere Zeiten an. So ziemlich jede Sehenswürdigkeit aus so ziemlich jedem Reiseführer ist von uns erfolgreich besichtigt worden. In der Universität kehrt ein Wenig Unlust ein, denn irgendwie brauchen alle mal Urlaub und Abwechslung vom Alltag.

Ich bin ja nicht so der Clubgänger – ich liebe Homeparties – leisere Musik, die Möglichkeit intensive Gespräche zu führen und ein früherer Beginn mit einem späten Ende, wurde dieses Wochenende gut genutzt.

Ich schau jetzt mal noch nen Film – empfehle als zweitdepressivstimmendsten Film, das neue Machwerk von “Lars Von Trier” – “Antichrist” und dann schau ich nochmal in die Schuhe.

Machts gut und inspiziert eure Fußkleider…

1 thought on “Na? In die Stiefel geschaut?

  1. Plötzlich hatte der Rote einen Bart – rasierte er sich sonst doch immer die Außenseiten seiner Kniescheiben. Ich hörte es und meinte plötzlich ihn der versuchten Tat überführen zu können. Doch unternahm ich wenig mich von angestammter Position zu bewegen, hätte bei einer Drehung um die Körperachse die Pisse sich sonst nur noch zur Cocktailbrühe auf das nette Flausch des Papierteppichs hinzugesellt und die Geräuschkulisse den Mann mit Sack zu sehr an sein weltliches Dasein erinnert. Es dauerte länger – ich musste mich nun gar setzten. Hoffentlich hörte er nicht, wie es bei dem Gedanken an meine Dankesrede sprühte, mir um den Mund schäumte. Ich trat mit immenser Anspannung in den Lichtkegel und überlegte einen Moment zu vertieft und vom Geruch hinters Licht geführt. Ich wollte ihn ergreifen und konnte ihm doch nur noch hinterher schauen, wie, er mit dem Kopf voran aus dem Fenster fallend, seine Arme dazu benutzte sich den Weg durch die eingemauerte Haustür zu bahnen. Ich wusste zu wenig, als dass ich ihn an dieser Stelle seiner Reise hätte aufklären können und begann Ferse Zedongs im Paarreim herbeizurufen, um die aufgeheizte Stimmung äußerlich neu anstreichen zu können. Es half nichts – der Rote konnte sich nicht zweiteilen und ich konnte nicht so tun, als ob hier nicht das Ende für uns beide aus nähester Nähe betrachtet worden wäre – es kann nur einer die Zeichen auf den Kopf stellen und dann behaupten es wäre gekommen ohne dabei Gischt aus seinem Bart zu franseln. Die Presswurst befand sich noch in meinen Händen. Diesem glücklichen Umstand geschuldet, war es mir möglich, seinen Gürtel enger zu schnallen und die Hose wieder über die Knie fallen zu lassen – er passte wieder in sein Zwang und war plötzlich wie ausgewechselt. Ich war froh, dass wir uns einmal trafen und auf diesem Niveau miteinander umgingen. Er bevorzugte nun den Weg durch den Abfallrestezerkleinerer, ich ging wieder zum Geschäft über und schloss diesmal die Tür – die Stuhe stanken nach wie vor.

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