Ein Fazit zum “Village Kids Records Festival” im STAK in Schmölln.

Als erstes konnte man sich, kurz nach 21 Uhr, “End Is Forever” anschauen, die eine solide Show ablieferten, aber leider wenig Publikum zogen (vielleicht dem frühen Abend geschuldet). Die Niedersachsen knüppelten schön, aber etwas hüftlahm, da ist aber noch Potential. Auch nett – 2 Frauen in der Band zu haben und eine ansehnliche Fototante…

“Of Quiet Walls” haben richtig Spaß gemacht und nicht wenige schwangen das Tanzbein (eigentlich nur den Kopf, so klingts aber besser) zu den sehr chaotischen Takten der Chemnitzer. Deren Musik ist frisch, chaotisch, kompliziert und irgendwie anders, auf jeden Fall macht auch das Zuschauen Spaß. Ein bisschen wie Slipknot-light. (Das war ein Kompliment!)

Dann: “After Rising Sun” Was für eine geile Band. Die Jungs standen live ihren Mann, nur leider gab es keine VD- oder Moshgruppierungen, sondern nur Rübeschüttler. Ich hätte mir gerne ein paar blaue Flecke geholt. Meiner Meinung nach stehen Steve und seine Mannen, auch klanglich nicht weit von “Heaven Shall Burn” weg. Das heißt im Olymp der harten Musik, leider sind die Lichtensteiner noch nicht so bekannt. “Way And Truth” war der Hammer! Thumbs Up!

“Untamed”, die scheinbaren Lokalmatadoren aus Altenburg empfand ich als die schwächste Band des Abends, es muss aber erwähnt werden – mit dem besten Sound. Higlight war das sehr solide Roots-Cover, schnell und quasi 1 zu 1, sehr geil, danach hätte aber Schluss sein sollen. Vielleicht reicht bei der Band auch ein Sänger (der mit den ZackDeLaRocha-Haaren), war aber trotzdem nicht schlecht, mir fehlte nur etwas die Abwechslung in den einzelnen Songs, vielleichten könnten ein paar melodische Gesangsstellen den Groove differenzieren.

“Narziss” betraten gegen 1Uhr die Bühne. Die deutschen Texte der Jenaer Hardcore-Formation kamen prima rüber, leider hat das Tanzen (wie ich es mag) bis hierhin immernoch keiner im Publikum gelernt, also schüttelten die meisten, schon leicht ermüdet, die Rübe und einige, also vielleicht 2 – mein Freund Musch und ich, sangen/schrien lauthals mit. Die Gesangsstellen klangen prima, Alexander sollte man dank einer Art Wet-T-Shirt-Contest auch nicht mehr für schwul halten (wäre ja auch egal) und mir hat bei dem superben Auftritt nur Blind gefehlt. Sehr geil!

Es gab Bier, veganes Essen und Rhababer vom schmöllner Feld…

Veganer Kuchen schmeckt sehr lecker (ich hab den Streuselkuchen getestet) und auch vegane Bolognese auf Reis kann man essen, Pfeffi und Bier gab es auch zum Aufwärmen und einen Vorschlag für mein Jobleben – 9-Live-Moderator, aber ich denke, die Leute würden mich nur angucken, ab und zu lachen und bestimmt nicht für die Gewinnspiele anrufen, die gehen dann neben mir unter, ist also sozusagen mein Revolutionsberuf – an und mit mir geht der Anrufsscheiß zugrunde. Tolle Vorstellung gestern Abend! (Von den Bands – nicht von mir.)

2 thoughts on “Sunday Bloody Sunday

  1. Hi,
    freut mich daß Dir unser Essen geschmeckt hat! Warst ein netter “erster Kunde”
    Liebe Grüße ins Erzgebirge

    die Reni

  2. Ja, war echt ein toller Abend….vor allem wegen dem Rhababer(mmhhhh-bitter)….das nächste mal vielleicht auch wieder mit Tanzbein schwingen!

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