Globalisierung – My Way

Gestern, trat in Wirtschaftsenglisch das Thema Globalisation auf den Plan. Da fiel mir meine persönliche Globalisierung ein. Globalisierung – global positiv und aus meiner Sicht betrachtet, ist das zusammenrücken der Welt und da hat das Internet einen nicht erheblichen Teil dazu beigetragen.

Aber langsam! Meine Globalisierung begann in der Grundschule. Von meinem Dorf Rittersgrün, war der Nachbarort Pöhla, scheinbar unendlich weit entfernt. Wow, dachte ich meine Schulfreunde nehmen so eine weite Reise in Kauf und mein Horizont erstreckt sich nur quer durch das Dorf. Wie auch? Fahrradfahren war noch ganz schön wackelig und zu Fuß oder im Bus nach Pöhla? Allein? Miiiiiioooooonen Nein, 5 km also mindestens eine Tagesreise. Doch die Globalsierung setzte sich fort. Irgendwann ist man dann auch (Achtung!:) allein Bus gefahren – nach Pöhla, die Erde hört doch nicht hinter dem Hammerberg auf. Dann gehört auch das Nachbardorf und all die Freunde und deren Eltern und die mehr oder minder netten Busfahrer zur eigenen kleinen Welt. Dann lernt man den Kreissitz kennen – Aue oder meinetwegen Schwarzenberg oder beide. Knapp eine Stunde mit dem Bus. Und dort kennt man wirklich niemanden, also man kennt Bekannte, die Leute kennen, die in Schwarzenberg leben, aber selbst? Dann traut man sich zu fahren und manchmal sogar mit dem Fahrrad, was schon eher Wochenendausflügen entsprach. Und die eigene Welt wächst wieder. Man entscheidet sich sogar dort das Gymnasium zu besuchen, die riesiege Welt wird vertraut, man ist jemand der Menschen aus dem ganzen Kreis kennt.

Da kein Elternsponsoring und Bedarf eines Mopedführerscheins ist man immernoch in einer ganz schönen kleinen Landkreiswelt vertraut und verbunden. Leipzig, Au in der Hallertau, Belgern und der Arendsee? Bekannt, aber nur quasi Weltreisen, also Urlaubsorte. Doch irgendwann kommt der Tag – man macht den Führerschein – Juhu – erwachsen! Die Welt vergrößert sich und schrumpft auf eine angenehme, kuschelige deutschlandweite Größe zusammen. (Okay, bei mir zählt die Tschechei mit dazu – also Ausschnitte)

Alles ist möglich man kann innerhal weniger Stunden quer durch Deutschland. Man kennt auf einmal Zwickau, Leipzig, Dresden und Alles, also die Welt! Man darf Menschen kennen die irgendwo herkommen und man kann, wenn man will, darf und den entsprechenden Zeitrahmen trifft, diese dort besuchen. What a wonderful world. Irgendwann hat man dann Internet, also nicht so ein schnelles. Ein komisches drahtloses ich-bin-irgendwie-ein-bisschen-schneller-als-isdn-internet und man könnte sich mit der Welt unterhalten. Und was macht die Welt? Das Arschloch? (sic!) Redet total langsam oder garnicht zu einem zurück. Ich mein jetzt eigentlich nicht die Welt, ich meine die schöne, neue Internetwelt. Ich meine Sachen wie Web2.0, Studi VZ, facebook.

Ich meine da sind eine Menge meiner Freunde und Bekannten und eine Menge mehr oder minder interessante Personen, derer es sich mehr oder minder lohnt diese kennenzulernen. Und was passiert trotz stundenlangen “Onlineseiens” an allen Enden der Leitungen und Nicht-Leitungen. Nichts. Oder nicht viel. Web2.0 du Arschloch, da fahr ich doch lieber in der Real-World zu echten Leuten, weil irgendwie hören die Leute, die ich im Web2.0 kennengelernt habe, nie die Musik die in deren Profilen steht, die antworten auch nicht in den gefühlten Miiiiiioooooonen nein, 265 Gruppen nicht. Web2.0 is to socializing what masturbation is to sex…