Heute bin ich mit dem Zug, von einer tollen Party, mit Verwandschaft und Bekanntschaft, zurück in meine Bude nach Zwickau gefahren. Währrend auf der Hinfahrt, ich wollte Kinski lesen, ein Typ aus Jena, den Platz neben mir einnahm, mir seine Geschichten vom Fussball und von Frontal-21 gebildeten Politmeinungen (“…manche haben ja auch Glatze, aber sind nicht rechts…” – Aha) und mich auch ganz toll fand (“…trifft man nicht oft…du bist echt okay” – Danke) und auch Geschichten von der Universitätsstadt Jena und deren Mädels (ich spare mir hier die Ausführung, man kann sich denken was etwa 30-Jährige dort zu erzählen haben). Jena ist wahrscheinlich einen Ausflug wert.

Jedenfalls saß heute z.B. ein alkoholkranker Mann mit im Zug, der dem Bahnmenschen (Mitarbeiter der Bahn) erzählte, er habe nächste Woche Geburtstag und dann fragte, ob ein Herr Sowieso aus Ort Soundso (Umgebung Zwickau) noch bei der Bahn arbeite. Wird eventuelle nie der Fall gewesen sein, der Mann hat nur in seinem alkoholvernebelten Verstand versicht nach der Realität zu greifen, nach etwas was ihm vertraut ist. Irgendwie traurig, dann fiel mir eine Kontrolleti-Sendung im Mittagsprogramm ein, die übrigens meine Schwester noch mehr aufregte als mich, aber wieder einmal unglaubliche Kontrollen und Strafen für “Kriminelle” (vorrangig Ausländer und Menschen geringeren geistigen Fähigkeiten) dem Publikum vorführt, um dass zum-Glück-geht’s-mir-besser- oder richtig-so-Gefühl auszulösen – richtig traurig.

Dann lief soeben “Der Klang des Herzens” (August Rush) bei mir, auf Empfehlung eines guten Freundes – toller Film, blasse Darsteller, schönes Märchen, wunderbare Musik, aber sehr vorhersehbar und eklig klebrig, weil zu einfach, zu rund und zu kitschig in der Erzählform und Konsequenz. Musik mag ich aber auch…

Es sind noch weniger als 100 Tage bis zu meiner Deutschland-Ausreise, nur wenige Schritte in fremdes Terrain, nur ein paar Belegarbeiten, ein paar wenige Prüfungen und eine wunderbare Metapher für alles was im Leben kommt, für die Hindernisse, die Hürden, den Umgang mit ebenjenen und Musik ist dieses Video (Achtung blutig, aber aussagekräftig (via))…

Ich sammle nun ein paar Daten über Steve Jobs, Entrepreneurship und Shanghai um einmal mehr aufzustehen und zu tun was getan werden muss, glaubt mir, bei diesen muss-Aufgaben (aus der Wikipedia-Startpostition) renne ich aber keinen Schritt zuviel und versuche auch die Fugen auszulassen.

Schöne Pfingsten!

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