Ohrwurm der Woche KW 13/09

Ups! Ein bisschen zu spät trudelt hier noch der Song der Woche ein. Ein Hammer-gute-Laune-Song aus Taiwan. Haben wir heute im Chinesischunterricht kennen- und liebengelernt…

Ritchie Ren – 对面的女孩看过来 (Mädchen von der anderen Seite, schau mich an!)

Nein, dieses Lied wird mir für Wochen nicht aus den Ohren gehen und macht wirklich gute Laune. Bei Bedarf gibt’s auch den Text…

An den Sucher/die Sucherin:

“… ja, ich habe bei den 36 Crazyfists laut mitgesungen und stand wahrscheinlich neben dir…”

Getanzt hab ich nur ein bisschen, aber mitgesungen hab ich jeden Song, falls du also die nette weibliche Person, in schwarzer Jacke bist/warst, dann kannst du dich gerne melden und ich will dich kennenlernen, um mal wieder auf ein Konzert zu gehen und nebeneinander (oder miteinander) Spaß zu haben – hab schon gemerkt, dass wir uns verstanden haben, jedenfalls du mich. Ansonsten freue ich mich über jeden neuen Besucher und Kommentator!

Von Sonntagen und Reviews

HA! Heute schon wieder 2 neue Reviews geschrieben und joggen gewesen und “F.E.A.R 2” wartet noch. Soweit zur Haben-Seite, auf der Soll-Seite warten 2 Texte, die gesucht, gefunden, gedruckt und ausgearbeitet gehören, was aber ausfällt, nach nur halben Wochenende durch Blockseminar “Strategisches Management” und eigentlich “Ghost Recon 2” mit bestem Kumpel spielen, der aber mal wieder nicht bester Kumpel ist und irgendwie weder anruft, noch an das Handy geht. Ansonsten mache ich mir mal Gedanken über Sonntage und deren tolles gelbgraues Nichts was ebenjene ausstrahlen.

Normalerweise könnte ich noch “Soul Calibur 4” für den Rest des Tages online spielen, um Typen wie den einen neulich aus Alaska kennenzulernen, der so meinte: “You’re like the nicest guy – I ever met online!”. Danke. Geht aber nicht, weil ich beim Hervorkramen meine Kopfhörer die Xbox umstieß, welche dann den laufenden Spielbetrieb einstellte und die DVD mit einem zusätzlichen hellen Außenring versah. Da hab ich gleich mal geprüft, ob diese hellen Ringe unter Umständen auf Xbox-DVDs Standard sind, war aber im direkten Vergleich dann nicht der Fall, deshalb wird versucht die DVD zu reparieren und ich gehe dann lieber mal Alma daten (bis sich echte Frauen melden).

Schönen Sonntag noch…

pa.de-Review: Nachtgeschrei – Am Rande Der Welt

Nachtgeschrei – Am Rande Der Welt


Label: Massacre Records
VÖ: 20.03.2009

Tracklist:
01. Fiur
02. Muspili
03. Herz aus Stein
04. Fernweh
05. Niob
06. Lauf!
07. Windfahrt
08. Nur ein kleines Stück vom Himmel
09. Wahrheit
10. Der Totmacher
11. Glut in euren Augen

Spielzeit: 46:32 min

“Nachtgeschrei”? Ich habe bei dem Cover mit dem Berg, dem Namen und der Veröffentlichung auf “Massacre Records” eine Black-Metal-Kapelle erwartet – vielleicht sowas wie “Eisregen” oder alte “Dornenreich”. Ich wurde enttäuscht und da meine “In Extremo” Fanjahre auch schon gezählt sind, bekam ich nach nettem Intro “Fiur” Mittelaltermetal um die Ohren. Jetzt muss ich gestehen, dass diese Art der Musik mir auch außer auf Altstadfesten in Schwarzenberg, durch “Corvus Corax” oder einige wenige gute “Subway To Sally” Songs herzlichst am Hinterteil vorbeigeht. Was ich hier aber höre ist, bis auf einige wenige (berechtigte) Vergleiche zu “Reinhard Mey” (stimmlich), durchaus hörbar. Druckvoll und gut produziert klingt hier Mittelalterrock, ohne viel Schnick-Schnack a’la technische Spielereien oder additive Elektronikspielereien aus den Boxen. Dem Mittelalterfan gefällt es bestimmt und mir zur Abwechslung auch, vor allem die erste Hälfte des Albums (bis “Lauf!”) weiß zu begeistern. Wenn diese noch recht junge Band ihren Weg konsequent weitergeht und sich nicht in Glamour, Kitsch und Elektronik (wie “Subway To Sally”) ertrinkt und sowohl rockig als auch geradlinig auf der Spur bleibt kann man sich die Knaben auch gern mal zwischen all dem Metal- und Deathcore anhören. Frisch und rockig weht einem dann der Schottenrock hoch und man wünscht sich einen Met in die Hand und die Probleme des Alltags weg, wem diese Gedanken ferner liegen als “Yvonne Catterfelds” Augen auseinanderstehen dem wird diese CD auch nicht gefallen. Ansonsten gute Ware für Fans des Genres.

06/10 Punkten

Disko:
2009 – Am Rande der Welt
2008 – Hoffnungsschimmer

Online: http://www.myspace.com/nachtgeschrei

CD im Partyausfall.de Shop: http://www.partyausfall.de/shop/index.p … B001PS0F38

pa.de-Review: War From A Harlots Mouth – In Shoals

War From A Harlots Mouth – In Shoals

Label: Lifeforce Records
VÖ: 27.04.2009

Tracklist:
01. They Come In Shoals
02. No High Five For C. Oward
03. Briefing Security Werewolves On Red Alert
04. Crooks At Your Door
05. Justice From The Lips Of The Highest Bidder
06. Copyriot
07. The Certain Nothing
08. Appropriate Tools Required To Intercept And Obstruct Errorism
09. What Happens In The District… (Paper Agents)
10. …Stays In The District (I’m The Black Sheep Of Her Country)
11. Scully

Spielzeit: 36:13 min

Uff, neues Material der netten Berliner von War From A Harlots Mouth. Als erstes fällt ein düsteres und sehr atmosphärisches Cover auf und drinnen versteckt sich Chaoscore, Jazz, Grindcore, Hardcore und eine Prise Punk (und etwas mehr Post-Hardcore). “They Come In Shoals” zeigt wohin der Weg der Platte geht und bildet das Bindeglied vom Sound der “Transmetropolitan” zur “In Shoals”. Am deutlichsten sticht die Produktion heraus, man experimentierte lange mit Raummikros und analogem Sound, was sich sehr positiv vom Brei der “perfekt” produzierten XYZ-core-Bands abhebt. Der warme Drumsound funktioniert und lässt das Album echt und weniger anstrengend als die vorherigen Platten erscheinen. Nico (Ex-The Ocean) macht seine Sache sehr gut und trägt zu hohem Maße zum düstereren Klangbild bei, weil die hohen Geschreistellen (wenn jetzt einer weiß was ich meine) bei den Aufnahmen von “In Shoals” wärmer und hörbarer durch die Lautsprecher dringen.

Bis zu meinem ersten WFAHM-Konzert habe ich mir nicht vorstellen können, dass diese Art brutale und komplexe Musik auch live funktionieren kann – sie tut es, natürlich und auf “In Shoals” hört man, dass die Jungs es auch live draufhaben. Der Synthesizer wurde stark reduziert und ein paar Crewshouts mehr wurden addiert. Die Songstrukturen an sich erscheinen weniger Komplex und es ist einfacher einzelne Songs auszumachen, eine Entwicklung hat stattgefunden (kann einem gefallen, muss aber nicht).
Als Highlights sind die Songs: “Scully”, “The Certain Nothing” und “They Come In Shoals” zu nennen, jene sind deutlich gereifte und hervorstechende Stücke der Scheibe.

Bei “Jusitice From The Lips Of The Highest Bidder” musste ich nochmal nachschauen, ob ich auch nicht das alte “Arsonists Get All The Girls” Album im Player hatte, war aber immernoch WFAHM. Nach einigen Durchläufen fällt vor allem die Schlagzeugarbeit auf und die Möglichkeit wirklich alle Stücke hintereinander weg zu hören, hab ich vorher bei WFAHM nicht ohne Kopfschmerzen gekonnt. Düsterer, etwas eingängiger und mit den gewohnten Trademarks geht man hier zu Werke. Textlich wird es politisch und die Schwere des Schlusstracks “Scully” könnte auch von “Explosions In The Sky” stammen, die Party mit “Devil Sold His Soul” hatten und gemeinsam verkatert einen epischen Song einspieln. Mein Highlight der Platte. Ich bin gespannt wo es in punkto Sngwriting und Entwicklung des Sounds und der Musik hingeht. Sehr gute Platte, ich bin gespannt auf die Nächste (aus eben genannten Gründen).

09/10 Punkten

Disko:
2009 – In Shoals
2007 – Transmetropolitian
2006 – Split mit Molotov Solution
2006 – Falling Upstairs (demo)

Online: http://www.myspace.com/warfromaharlotsmouth

CD im Partyausfall.de Shop: http://www.partyausfall.de/shop/index.p … B001SGRSJG

Der Nachbar erntet immer die größeren Kartoffeln.

Irgendwie meint man immer dem Anderen geht es besser. Wenn man, wie ich, an einer “Weltfachhochschule”, wie Zwickau studiert und man sich Partyfotos, des nur etwa 40km entfernten Chemnitz anschaut, beweisen die dortigen Studenten mehr Kreativität und Spaß im Studentenleben. Zwickaus Studentenleben findet von Montagmorgen bis Freitagmittag statt und ich wünschte mir mehr Studenten aus nicht angrenzenden Ortschaften oder bessere Möglichkeiten in der Stadt Zwickau. Konzerte? Fehlanzeige, bis auf vielleicht “Chris de Burgh” der ab und an die Stadthalle füllt. Aktivitäten außerhalb von Zuschüttdisco, weil die Musik selbiger nicht ertragbar ist, Fehlanzeige. Wo spielen hier lokale Bands? Wo geht es nach dem Studium hin? Wo schmecken die Kartoffeln am besten?

Ohrwurm der Woche KW 13/09

The Eyes Of A Traitor – Escape These Walls

Ein Song wie vom Misery Signals Controller Album, von einer Band die sehr nahe am Sound der kanadischen Heroen dransind und vielleicht etwas mehr in Richtung Deathcore tendieren. Danke Musch für die Empfehlung der Band und jeder andere darf hören wie Episch und Apocalyptisch zusammen klingen…

Ohrwürmer der internetlosen Zeit

Ohrwurm der Woche KW 08/09

The Duskfall – Shoot It In

Aus dem ersten Spiel, welches ich für die Xbox360 durchgespielt habe, toller Song, toller Soundtrack und der Hauptakteur von The Darkness, spricht mit Mike Patton‘s Stimme – herrlich.

Ohrwurm der Woche KW 09/09

Marc Cohn – One Safe Place

Weil man irgendwie immer auf der Suche ist und Marc Cohn heldenhaft gute Musik macht.

Ohrwurm der Woche KW 10/09

The Who – Baba O’Riley

Steht jetzt hier stellvertretend für meine Liebe zu Dr.House und dessen Soundtrack. (mein neuer Klingelton)

Ohrwurm der Woche KW 11/09

From Autumn To Ashes – The Afterdinner Payback

Geile Band – bester Song.

Ohrwurm der Woche KW 12/09

Pain – Shut Your Mouth

Mit Hypocrisy bin ich großgeworden und Peter Tätgren hat auch Humor und kann auch mal Freundinnenkompatible Musik machen. Cooles Video, oder?

36 Crazyfists im Chemnitzer AJZ

36 Crazyfists
+ Poison The Well
+ Gwen Stacyim AJZ Chemnitz (am 20.03.2009 – 21.00Uhr)

Weltklasse Abend, für etwas teure 20€.

Pünktlich ging es um 21Uhr mit den christlichen Metalcoremenschen von “Gwen Stacy” los und das AJZ war nicht vollständig gefüllt und ein Zaun verhinderte Stagedives. “Gwen Stacy” gewannen von Song zu Song mehr Sympathien und brachten gegen Ende ihres Sets auch Leute zum hüpfen und Bewegung in die Bude. Der Sound der Truppe war einfach bombastisch – hier nochmal ein Lob an den Soundmann, so macht das Spaß! Der Hit “The Fear In Your Eyes” stach ordentlich hervor und die Jungs waren rundherum nett und ein guter Aufwärmer.

“Poison The Well” füllten den Platz vor der Bühne nur unmerklich mehr und boten ein grandioses Querschnittsset durch deren Alben, wobei vom sehr jungen Publikum, auch die alten Songs besonders zelebriert worden. “Nerdy” und “Botchla” waren grandios und die Bewegung im Pit nahm deutlich zu. Es fiel aber auf, dass der Sänger bei den Gesangsstellen etwas unsicher war und diese deutlich zu leise und etwas unmotiviert herüberkamen (an der Soundabmischung hat es eher nicht gelegen, denn die Band davor und danach bewiesen, dass es geht). Nichtsdestotrotz eine wirklich gute Truppe, die vor allem mit den alten Songs punktete und nicht umsonst eine der einflussreichsten Bands im Rockbereich ist.

Die “36 Crazyfists” starteten mit “I’ll Go Until My Heart Stops” und prügelten sich durch ein grandioses Set. Viel sympathischer und besser als die Alaskaner Forestcore’ler kann man es nicht machen. Alle Songs wurden mit etwa 1,5facher Geschwindigkeit gespielt und heftig mitgesungen. Im Pit wurde gesprungen und gediegen gepogt, es wurde aufeinander aufgepasst und einfach gefeiert. Ich habe schon lange keinen so “gemütlichen” Pit erlebt und irgendwie hatte jeder ein Lächeln auf dem Gesicht. Sichtbar überrascht von den bombenreaktionen einer ostdeutschen Kleinstadt wie Chemnitz wurden auch die Crazyfists stark motiviert und bedankten sich immer wieder und Momente purer “Awesomeness” wurden geteilt. Supergeil! Ich hätte mit einem leichten Unterschied von Platte zu Liveauftritt gerechnet, aber jedes Riff, jede Gesangsstelle saß perfekt und das wünsche ich mir auch manchmal von anderen Bands.

Hammerkonzert für 20€, mit tollen (vielen) jungen Leuten und sonst einer bunten Mischung die verdammt viel Spaß gemacht hat. Bisher bestes Konzert 2009 *rumhüpf, dreh und tanz*

1999 war ein besonderes Jahr, ich hörte und sah zum ersten mal das nachfolgende Video (ups, Originalvideo hab ich nicht auftreiben können: deshalb live) und kannte “Poison The Well” nicht, wollte aber den Song unbedingt mit meiner damaligen Band nachspielen, die konnten dem Lied aber nicht soviel abgewinnen wie ich. Vielleicht schmeckt’s ja einem von euch:

Poison The Well – Botchla