Ich würde den Film jetzt gern zerreißen, würde ich aber viel lieber mit der Mädchengruppe machen, die im Kino vor mir saß. Was schreib ich hier? Ich war ja auch zur Girls-Night-Preview.

Toll war auf jeden Fall der Trailer zu einem Film mit Edward Norton und Colin Farell – “Das Gesetz der Ehre”. Richtig schlecht und nicht gerade durch die Mädchenmannschaft noch im miesen Eindruck bestätigt der neueste Fast-And-Furios-Autoporno mit Mr.-Gebt-Mir-Den-Oskar-Ich-Kann-Einen-Halben-Gesichtsausdruck-Mehr-Als-Steven-Seagal Vin Diesel (der ja auch schon in “Triple-X” 2-3 Szenen hatte die nur zum Bizepspräsentieren waren, den ich aber für einen soliden Actionfilm halte).

Zum Film. Schulnotentechnisch würde ich eine 3+ geben, er war nicht schlecht, aber auch weit entfernt von einem richtig guten Film. Die Special-Effects waren so mies – oh, mein Gott, noch nie sind Schauspieler uneleganter durch Wälder gerannt, an Bäumen hochgeklettert oder von A nach B gesprungen. Sehr traurig. Ebenfalls haben die Maskenbildner (zumindest in der ersten, hell erleuchteten Hälfte des Filmes) Berufsverbot verdient, ebenso der Mensch der im Kino nicht dazu in der Lage war den Film lauter als die gackernden Hühner vor mir zu stellen. Vor mir bekamen einige Mädchen entweder ihre erste Periode oder mussten nach dem Film garantiert die Unterwäsche wechseln bei jeder Stelle in der Edward auftauchte oder einen normalen Satz sagte. Jetzt mein Tipp an die Werbeindustrie – lasst diesen Typen einen Satz chanten, indem er befiehlt überteuertes Produkt X zu benutzen, um dieses millionenfach zu verkaufen. Die Schauspielerwahl war zumindest bei Carlisle, Emmet und Alice Cullen außerordentlich gut gelungen, Jacob war irgendwie zu kindlich (könnte man aber noch ändern), Edward etwas zu unbegabt (manche Stellen kamen mir vor als hat er in der Laienschauspielgruppe Hintertupfingen gelernt) und unmuskulös, Bella war okay und der Rest guter Durchschnitt.

Ich habe schon bessere Buchverfilmungen gesehen, aber auch schon schlechtere oder gleichwertige, da der Film dennoch leicht zu verdauen und für die Zielgruppe, warum auch immer, sehr ansprechend gemacht ist, kann man ihn sich schon einmal anschauen. Für die junge Frau ist alles dabei: Gefahr, Selbstfindung und glitzernde Vampire, für alle anderen ein mäßig-guter Teenie-Liebesfilm. Nett.

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