Ja, so sieht eine Stelle des Schwanenteichs, aus an dem ich seit 3 Wochen, alle 2 Tage ein oder zwei Runden (2 oder 4km) drehe und dann noch ein paar Liegestütze und anderen Quatsch mache. Warum? Weil ich mich fit halten möchte, ich glaube so über die letzten 3 Jahre hat das mit der Fitness etwas nachgelassen (bei mir). Mit Boxen habe ich schon ewig aufgehört, ja ich mag mein Gesicht so wie es ist und mir fehlt diese Grundaggressivität, die man meiner Erfahrung nach im Amateurboxen braucht. Ich habe 3 aktive Kämpfe geboxt (Klasse bis 71kg) und 2 mal mit Handtuchwurf meines Trainers den Ring verlassen und einmal verloren. Ich schritt damals durch die Hallen in Borna und meinte schon zu wissen welcher der 10cm kleineren und deutlich jünger und schwächeren mein Gegner sein wird. Die Realität trifft dann härter als ein Boxhandschuh, der Typ der gegen mich in den Ring stieg, war dann größer, muskulöser und sah irgendwie schon weitaus erfahrener als ich aus. War er dann auch. Es muss komisch ausgesehen haben wie ich in Runde 2 nach einigen Prügelattacken mich immer wieder rückwärts zu den Seilen arbeitete…

Heute würde ich mich gerne mal wieder messen. Mein Problem ist – ich wiege jetzt fast 80kg und würde viel lieber wrestlen oder irgendetwas machen was toll aussieht. Da fällt mir ein – ich warte immernoch auf den Anruf von John Woo oder Sam Raimi, die einen charmanten und talentierten jungen Schauspieler für eine Superhelden oder Kämpfernummer suchen. Ich würde es auch gerne mal wagen einen Bösen zu spielen. Weil im wirklichen Leben gelingt mir das nie, eigentlich nicht einmal im virtuellen. Bei “Black and White” zum Beispiel wollte ich einen richtig coolen, finsteren Panther mit Muskeln und Zähnen und roten Augen und was macht mein Tiger dann? Der wird bunt und bekommt so einen kleinen Bierbauch, streichelt die Dorfbewohner und die “böseste” was er tat war (im gedachten) Umkreis von 2 km an die Dorfgrenze zu kacken. So sieht es also mit meiner Aggressivität aus.

Ich jogge weil ich den Dämon in mir habe, der guckt aber nur raus, wenn keiner guckt.
Ich treibe Sport weil es mir seit 3 Wochen schwerfällt abends ohne etwas für meinen Körper getan zu haben einzuschlafen. Weil mir so vieles durch den Kopf geht, weil ich manchmal Angst vor der Zukunft habe und da sollte man vorbereitet sein. Ich habe genausoviel gelesen wie ich gerannt und fahrradgefahren bin. In 2 Monaten so 800km, das entspricht 6 Büchern (2 Englisch, Rest Deutsch)… Diese Herleitung und den Vergleich hab ich selbst hergestellt. Man macht so-und-soviel Sport und dann liest man auch gleichzeitig so-und-soviel. Kann ja jeder mal für sich rechnen (sic!).

Ich bereite mich auf einen Krieg vor, auf einen Kampf und mein Leben. Ich denke man muss stark sein und man sollte intelligent sein, man sollte gelesen haben und man sollte wenigstens durchschnittlich sportlich sein. Ich versuche bei beidem über dem Schnitt zu liegen.

 Hoffentlich wird das besser als die virtuelle Geschichte.

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